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Foto #470: Man muss immer das Beste aus der Situation machen

Aussicht keine ahnung was das für eine Stadt ist Autobahn Fotografie

Als ich dieses Foto gemacht habe musste ich pinkeln. Ich war gerade auf dem Rückweg vom schönsten Ort der Welt (das mit dem dampfenden Gras vor ein paar Tagen war dieselbe Reise) und dieser Parkplatz erschien mir aufgrund der potenziellen Aussicht und dem Druck sehr attraktiv.  Nunja, meine Aussicht habe ich bekommen. Ich meine, schaut euch das mal an. Ich weiß gar nicht was das für eine Stadt ist. Ich dachte eigentlich immer Koblenz, aber ich bin mir da nicht so sicher. Pinkeln konnte ich aber nicht. Es gab kein WC, was mich eigentlich nicht stört. Aber dieser Parkplatz war Kameraüberwacht, das habe ich auch noch nirgendwo gesehen. Bei Raststätten ja, aber ein Parkplatz? Auch wenn ich keine Kameras entdecken konnte bin ich dann lieber weiter zum nächsten. Wildpinkeln nennt sich dieses Vergehen, das kostet zwischen 50 und 150 Euro, das spare ich mir lieber.

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Foto #441: Finderlohn

Bewegtes Wasser in Schottland voll hammer geil

Es passiert mir wirklich, wirklich oft dass ich Fotos entdecke, von denen ich gar nicht wusste dass ich genau die gemacht habe. Sowohl bei Autos als auch bei solchen Bildern wie diesem hier. Und manchmal sind da echte Schätze dabei. Wie eben dieses hier. Ich muss schon sagen dass ich ziemlich stolz darauf bin, das sieht wirklich gut aus.

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Foto #412: Schraubenschlüssel

Einzelne Farbige Sonnenreflexion im Wasser

Es ist oft schon erstaunlich wie leicht man manche Dinge verändern kann. Ursprünglich war das ganze Bild mal in einem warmen Orangeton. Jetzt ist es nur noch der Punkt. Warum? Weil ich das halt kann. So ist das mit vielen Dingen. Ich hatte zum Beispiel mal eine riesige Angst vor Hunden, ich bin sogar Umwege gelaufen nur damit ich nicht dem Hund entgegenkommen muss. Als ich dann in den Staaten war hatten wir 5 Hunde im Haushalt und da hatte ich ganz ehrlich einen riesigen Schiss vor gehabt. Ich habe mich dann aber mit den Hunden arrangiert und mit der Zeit sind sie mir echt ans Herz gewachsen. Es gibt nichts schöneres als ein ganzes Pack das total fröhlich auf einen zugerannt kommt wenn man nach hause kommt und erstmal nichts anderes akzeptiert als eine ausgiebige Runde zu schmusen. Oder die Zuneigung  wenn es einem mal schlecht geht und man traurig auf dem Boden sitzt und dann kommt eine große Zunge, die einem quer über das Gesicht leckt begleitet von einem Körper der sich dabei auf den Schoß setzt. Das vermisse ich wirklich, hier kann ich derzeit keine Hunde haben, was ich aber glücklicherweise in den nächsten Jahren ändern kann und werde. Da wären wir wieder beim ändern, wir sehen ja es ist möglich, also machen wir das doch einfach.

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Foto #407: Heike, wer hat schon wieder das Wasser abgeleckt?

Stein und weiches Wasser Bach

Ach ich liebe diesen Effekt wenn das Wasser ein wenig weich ist. Zugegeben, hier ist er mir nicht ganz so toll gelungen. Aber ich finde ihn trotzdem ganz gut weil ich das hier freihändig gemacht habe, die Kamera war eben auf dem Boden abgestellt.

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Foto #396: Wir sind noch nicht ganz da

Nebel Berge und Meer Fotografie - Blick von Islay auf den Paps of Jura übers Meer

Ich brauche immer etwas bis ich komplett im neuen Jahr angekommen bin. Jedes mal wenn ich irgendwo 2016 schreibe oder 2016 sage fühlt es sich immer noch nicht an wie die Gegenwart. Es klingt immer noch so zukunftsmäßig. Erst mit der Zeit gewöhnt man sich daran beim Datum 2016 zu schreiben oder wenn man irgendwas kritisiert zu sagen „wir leben hier im Jahr 2016!“. Was mich persönlich etwas verwirrt ist die Strategie mancher Autohersteller, ihre Autos zu benennen. So gab es letztes Jahr (also 2015) schon viele Autos die dann Name des Autos 2016 genannt wurden. Kaum ist es 2016, gibt es plötzlich 2017er Autos. Ich habe kürzlich ein Video vom Mercedes GLS 2017 gesehen. So etwas verwirrt mich dann noch mehr in meiner Jahresrechnung und in meinem Zeitgefühl.  Wenn das wirklich ein 2017er Auto ist, dann dürfte es das noch gar nicht geben. Solche komischen Namensgebungen, die dann solche tollen Dinge wie Zukunft, Vision und Fortschrittsgedanken einer Marke ausdrücken sollen mag ich nicht. Lieber ehrliche Namen nehmen. Es gab bei KFC zum Beispiel mal einen Smacker Burger. Der Smacker. Entschuldigung, nein, der SMACKER natürlich. Der SMACKER, der dich jedes mal umhaut. Wenn du drei Tage nichts gegessen hast, dann kommt der SMACKER und der ist so krass, du musst dich erstmal hinlegen so voll bist du. Normale Menschen essen vielleicht einen Hamburger, aber harte Kerle essen den SMACKER. So, dann habe ich den Smacker mal gekauft und dann war das so ein mickriger Mini Burger. Na wenigstens hatte er einen tollen Namen und ich habe mich beim bestellen wie der Chef gefühlt weil ich mich traue einen Smacker zu futtern. Auch gut.

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Foto #395: Ist das Glas erst halbwunderleer oder schon halbwundervoll?

Weiches Wasser mit langer Belichtungszeit auf Islay Schottland

Ich liebe diesen Effekt mit dem weichen Wasser einfach. Es sieht so schön flauschig aus, man möchte es am liebsten streicheln. Einen schönen flauschigen Hund kann es aber trotzdem nicht schlagen. Ich frage mich, ob ich durch dieses Wasserfoto wohl versehentlich eine Szene aus dem Leben von ein paar Fischen aufgenommen habe, die ich gar nicht aufnehmen wollte. Vielleicht hatten die da ja gerade eine private Feier in geschlossener Gesellschaft und ich hab einfach ein Foto davon gemacht. Oder ein Fisch hat sich hier gerade strafbar gemacht und ist gegen den Strom geschwommen. Wo kein Kläger, da kein Angeklagter, aber jetzt habe ich ein Foto davon gemacht! Oder ein anderer kleiner Fisch hat sich gerade als großer Fisch verkleidet um die anderen zu erschrecken. Die wissen ja nicht dass er sich verkleidet, aber was wenn sie das Foto sehen? Die Wahrheit ist schon eine miese Sache manchmal. Es macht Sachen ja häufig einfacher wenn bestimmte Sachen im Verborgenen bleiben. Aber wenn dann jemand ein Foto macht sollte man dann auch dazu stehen.

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Foto #375: Das schaut ja aus wie geleckt

Bewegtes Wasser auf der Bootsauffahrt und eine plastiktüte die durch das bewegte wasser auch so wie wasser aussieht_readytoupload

Ha, dieses Foto ist cool. Dadurch dass ich Schlawiner das Wasser etwas weicher habe erscheinen lassen schaut das Wasser genauso aus wie die Plastiktüte die da oben rechts hängt. Und umgekehrt sieht die Plastiktüte auch aus wie das Wasser. Das kann ich an Green Peace verkaufen weil das auf unterschwellige Art das Vermüllen der Meere mit Plastik darstellt. Vielleicht schreckt die ja meine Fellmütze ab. Ich muss dazu sagen das ist keine Echtfellmütze. Ich bin kein Vegetarier oder Veganer, aber ich muss nicht unbedingt einen halben Hasen mit mir rumtragen, das ist einfach kein schöner Gedanke. Es ist trotzdem bemerkenswert, wie die Leute einen anstarren wenn man sich damit in den Radius eines Bioladens nähert. Da dreht sich doch glatt das gedünstete Tobinampur-Pastinaken-Pastetchen wieder im Magen um!

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Foto #364: Gib iiiiihm

Meer Bootsfahrt Geschwindigkeit_readytoupload

Wenn wir schonmal bei amerikanischen Themen sind: das war ein richtig klischeehaftes amerikanisches Wochenende. Warum? Essen. Ich habe das ganze Wochenende nur gegessen oder war mit Nahrungsbeschaffung beschäftigt. Es gab natürlich am Samstag Frühstück, Peanut Butter Jelly Time! Dann sind wir an dieses Wasser gefahren (fragt mich nicht wie es heißt. Wenn ihr mich fragt, dann werde ich mich geschickt aus der Affäre ziehen, also fragt nicht), das auch mit dem Meer verbunden war. Dort haben wir gefischt, Krabben gefangen und Muscheln eingesammelt. Bei der Suche nach einer Muschel hat mich dann auch eine Krabbe gezwickt und weil ich da so irritiert von war bin ich halb ins Wasser gefallen, bei Wind merkt man erst mal was für ein Fuck Verdunstungskälte eigentlich ist. Während der Bootsfahrt gab es auf jeden Fall Wurst- und Käsesnacks, um den Tag zu überstehen. Am Abend wurden dann natürlich sämtliche gefangene Güter aufgeschnitten (ich habe mich um die Krabben gekümmert) und anschließend neben Burgern, Hot Dogs, „Salaten“ (also Mayonaise, die Spuren von Gemüse enthält), Kuchen, Torten und weiteren Backerzeugnissen verspeist. Nach einem guten Frühstück am Sonntag musste am Mittag das restliche Grillgut (Burger! Oh mann waren die geil, ich habe bisher nie mehr so einen geilen Burger gehabt, ich habe davon fast eine Erektion bekommen. Es gibt natürlich andere tolle Burger, aber bei dem war Liebe dabei. Und der Überraschungseffekt erst. Das sieht aus wie ein herkömmlicher Cheeseburger, aber wenn man dann hineinbeißt offenbart sich erst die weitreichende Welt des kulinarischen Genusses, die diese perfekte Symbiose aus feinstem Rindfleisch, aromatischen Cheddar Käse, perfekt temperiertem Ketchup sowie gut abgeschmeckten Senf eröffnet. Ich kann leider kein Bild des Burgers hochladen weil WordPress pornografische Inhalte ablehnt. Schade. Oh, diese Klammer ist schon sehr lang geworden, aber das macht ja nichts, wir haben ja alle ein gutes Kurzzeitgedächtnis) auf den Kopf gehauen werden. Und natürlich war auch noch Kuchen da. Natürlich ist aber auch da wieder etwas übrig geblieben und das wurde dann nach Hause mitgenommen und abends daheim verspeist. Was soll man sagen, Amis wissen wie man sich das Wochenende mit Essen schön macht. Ich hatte zwar schon wesentlich härtere Essensorgien (ohne Gleitgel!), aber dieses Wochenende war so meine erste Erfahrung mit der krassen amerikanischen Küche. Jamm!

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Foto #344: Ich sitze am Wasser und trinke ein Brot

Geiles Meer und noch geilerer Abendhimmel_readytoupload

Auch wenn Deutsche dafür bekannt sind, gute Arbeit zu leisten (Spaltmaße beim Audi) und bei Amis eher das Vorurteil herrscht, dass die eher alles nicht so genau nehmen (Spaltmaße beim Chevrolet), kann man sich trotzdem eine Scheibe abschneiden auf diesem Gebiet. Work smarter, not harder heißt dieser Leitsatz. In meinem Schuljahr in den Staaten saß in einem der Mathekurse jemand neben mir, der war so ein cleverer Hund (und der wird auch mal ein berühmter Baseballspieler, das würde mich nicht überraschen). Der hat am ersten Tag die Hausaufgaben gemacht, schön sorgfältig, zwei Seiten. Den Rest des Jahres hat er dann bei der Kontrolle durch den Lehrer immer dieselbe Hausaufgabe verwendet und nur jeweils die Seiten- und Aufgabennummern angepasst. Der ist damit durchgekommen und hat den Kurs umgerechnet mit einer 1- oder in Oberstufenextrawursteinheit umgerechnet 13 Punkte. Gut, das ist natürlich nichts was man unbedingt 1 zu 1 nachmachen sollte, weil es langfristig gesehen wieder zurückkommt. Aber das Prinzip ist wichtig. Es gibt so viele Menschen, die sich immer alles so kompliziert machen, statt es einfach zu machen und gut ist. Nur weil etwas allgemeingültig als sinnvoll angesehen wird und das irgendwo so steht, heißt es nicht dass es in jeder Situation sinnvoll ist. Achtet mal darauf.